קהילה קונסטנץ

SYNAGOGENGEMEINDE KONSTANZ

Schottenstraße 73

Wochenabschnitt

Bild: "STILL LIFE WITH THE OPEN TORAH "

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Ekew (16.08.2014)

Quelle und ©: Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland

Inhaltsangabe – Abschnitt für Abschnitt

1. Abschnitt (7:12 – 8:10)

Wehajah Ekew tischme‘un et haMischpatim ha‘eleh usch’martem wa‘assitem otam… – Und zum Lohne dafür, daß ihr diese Vorschriften höret und sie sorgfältig ausübt …

Moscheh beschreibt ausführlich die Belohnungen für das Befolgen der Torah und der Mizwot und ermuntert das Volk, G’ttes Schutz zu vertrauen. In diesem Abschnitt wird die Mizwah von Birkat haMason (dem Tischgebet) erwähnt.

2. Abschnitt (8:11 – 9:3)

Nun warnt Moscheh das Volk: wenn es erst einmal in Erez Jisrael lebt, schöne Häuser, große Viehherden sowie Gold und Silber besitzt, so soll es nicht vergessen, daß G’tt es war, der das Volk aus Ägypten befreit hat. Er hat es durch die trockene Wüste geführt und mit Wasser und Man versorgt.

3. Abschnitt (9:4 – 9:29)

Um seinen Standpunkt zu unterstreichen, erwähnt Moscheh nochmals den Zwischenfall mit dem Goldenen Kalb. Er erklärt, warum G’tt, ein gerechter G’tt, dem Volk den Sieg über die Bewohner von Erez Jisrael garantiert: nicht weil die Bnei Jisrael es verdienen, sondern weil die sieben Nationen in Kenaan eine Bestrafung wegen ihrer eigenen boshaften Werke verdienen. Denn die Taten der Bnei Jisrael während der 40 Jahre in der Wüste (wie z.B. das Goldene Kalb) wären eigentlich ein Grund für die Bestrafung des Volkes.

Es waren drei Dinge, die es davor beschützten:

  1. G’ttes Versprechen an Awraham, Jizchak und Ja’akow (Jisrael),
  2. Die Entweihung von G’ttes Namen, wenn die anderen Nationen voller Hohn fragen, warum G’tt sein Volk nicht schützt
  3. und Moschehs Bitten um Vergebung.

4. Abschnitt (10:1 – 10:11)

Er berichtet über das zweite paar Luchot (Gesetzestafeln) und den Schrein, der gebaut wurde, um sie zu transportieren. Weiterhin erwähnt er den Tod Aharons und über die Nachfolge dessen Sohnes Elasars sowie die besondere Rolle des Stammes Lewi als Resultat des ungebührlichen Verhaltens des Volkes.

5. Abschnitt (10:12 – 10:22)

Obwohl G’tt der Herr über alles ist, unterhält er mit unseren Ahnen und ihren Nachkommen, also dem Volk Jisrael, eine besondere Beziehung.

6. Abschnitt (11:1 – 11:9)

Der Abschnitt enthält den zweiten Teil des Sch’ma Jisrael (1) mit dem Versprechen, daß es reichlich Regen und eine gute Ernte gibt, wenn sich das Volk an die Mizwot hält.

7. Abschnitt (11:10 – 11:25) /Maftir (11:22 – 11:25)

Im letzten Abschnitt dieser Paraschah hören die Bnei Jisrael nochmals, daß G’tt es ihnen leicht machen wird, Erez Jisrael einzunehmen, wenn das Volk alles tut, was ER ihnen sagt.

Zuletzt werden die Grenzen von Erez Jisrael definiert.

Anmerkungen:

  1. Der erste Teil des Sch’ma Jisrael steht in der letzten Paraschah (WaEtchanan). Dieser Teil ist einer der beiden Teile das Textes einer Mesusa und einer der vier Textteile in den T’fillin.

Haftarah: Jeschajahu 49:14 – 51:3

G’tt läßt dem Volk durch Jeschajahu sagen, daß er weder Zion vergessen noch sein Volk aufgegeben hat. Das Exil wird nicht von Dauer sein und es die Bande zwischen IHM und seinem Volk war niemals durchtrennt.

Psalm 75 – Wegweisende Wunder

Gottes Eingreifen in das natürliche Geschehen wird manchmal in der Form eines Wunders sichtbar. Im Wochenabschnitt Ekew finden wir mehrere Beispiele. Über den bevorstehenden Kampf mit den Völkern Kanaans heißt es: „Wenn Du in deinem Herzen sprechen wirst: Diese Völker sind mir zu zahlreich, wie werde ich sie vertreiben können? Fürchte Dich nicht vor ihnen; Gedenke daran, was der Ewige, dein Gott, Pharao und ganz Ägypten angetan hat. An die großen Versuchungen, die deine Augen gesehen, an die Zeichen und Wunder, an die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit der Ewige, dein Gott, dich herausgeführt hat; so wird der Ewige, dein Gott, allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest“ (Dewarim 7, 17 – 19). Über die Wunderspeisungen in der Wüste erfahren wir: „Er ließ dich darben, ließ dich hungern, und speiste dich dann mit dem Man, das du nicht gekannt und deinen Väter nicht gekannt, um dich erfahren zu lassen, das nicht auf dem Brot allein der Mensch das Leben zu fristen vermöge, sondern auf allem, was dem Munde Gottes entstammt, leben könne der Mensch“ (Dewarim 8, 3; siehe auch Vers 16). In den ersten Versen von Kapitel 11 wird dargelegt, dass die persönliche Erfahrung der Wundertaten Gottes die Israeliten zu Liebe und Gehorsam führen soll.

„Wir danken dir, Gott, wird danken dir, und noch ist uns dein Name nahe; erzählt haben ihn deine Wunder“ (Psalm 75, Vers 2). Rabbiner Hirsch erklärt: „Deine Wunder haben bewirkt, was sie sollten: sie haben durch geschichtliche Ereignisse die Erkenntnis von deinem Sein, Wollen und Walten gebracht, sie haben deinen Namen erzählt.“

Über die Gottestaten, von denen die Tora berichtet, schreibt Rabbiner Hirsch: „Sie bilden für alle Zeit den Granitboden unseres Seins, Wollens und Wirkens vor Gott, wiederholen sich aber nicht. Was sie lehren sollten, sollen wir für Kind und Kindeskinder gelernt haben“ (Kommentar zu Psalm 90, 16). Von entscheidender Bedeutung ist es, die erfahrene Offenbarung weiterzugeben. Daher bemerkt der Psalmist: „Ich aber will es für immer verkünden, will singen dem Gott Jakows” (Vers 10).

Псалом 75 – Путеводное чудо

Вмешательство Всевышнего в естественный ход событий проявляется иногда в виде чуда. В недельной главе Экев – множество тому примеров. О предстоящей войне с народами Ханаана написано:
«Если скажешь в  сердце  твоём:  «многочисленнее меня народы эти:  как же могу я изгнать их?»  Не бойся их, твёрдо помни, что сделал Господь, Бог твой, с Паро и всем Египтом.   Те великие испытания, которые видели глаза твои, и знамения,  и чудеса,  и руку крепкую,   и мышцу простёртую, которыми вывел тебя Господь, Бог твой.  Так же сделает Господь, Бог твой, со всеми народами, которых ты боишься»  (Дварим 7, 17  – 19).
Мы узнаём также о чудесном кормлении в пустыне:

«И Он смирял тебя, и томил тебя голодом, и питал  тебя маном, которого не знал ты и не знали отцы твои,  чтобы дать тебе понять, что не хлебом одним живёт человек,   а всем тем, что исходит из уст  Господа, живёт человек»  (Дварим 8, 3).

Из первых  строф раздела  11  рассматриваемой главы говорится о том, что  личное присутствие евреев  при свершении Всевышним чудесных деяний должно подвигнуть их к любви и послушанию.

«Благодарим Тебя, Всесильный,  благодарим. Близко (нам) имя Твоё    : (нам) возвестили чудеса Твои»  (Тегилим 75, 2).

Раввин Гирш поясняет:

«Чудеса Твои сделали всё необходимое: посредством исторических событий они привели к познанию Твоего бытия, Твоей воли, Твоего властвования и рассказали имя Твоё».

О деяниях Бога, о которых рассказывает Тора, раввин Гирш пишет.
«Они образовали для всех времён  гранитное основание нашего бытия, наших желаний  и наших действий пред Богом, но более не повторяются. Всему, чему они учат, мы должны учить детей и детей наших детей».Решающее значение имеет передача от поколения к поколению  рассказа об Откровении. Псалмопевец в этой связи замечает:  «А я вовек буду возвещать (о славе Твоей), воспевать Всесильного, (Бога) Яакова»  (Тегилим 75, 10).