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Schottenstraße 73

Das mystische von Chanuka

Das mystische von Chanuka …

                                                         by Chaya Petersen

 

Der ewige Spruch wird jedes Jahr von neuem mit Freude ausgesprochen:

"Das geistliche Licht von Israel kann nie gelöscht werden".

         Wir feiern wieder Chanuka.

         Erev Chanuká ist am 24 Kislev (16.12) und der erste Tag am 25.

         Ich hatte schon im letzten Jahr geschildert wie wir zu Hause, als ich ein Kind war, Chanuka feierten. Dann schrieb ich einen Artikel was Chanuka bedeutet.

         Heute möchte ich etwas anderes über Chanuka erklären. Nicht nur warum wir 8 Kerzen anzünden, aber auch was das Licht der Kerzen bedeutet.

         Nur einen kleinen Rückblick: als im Jahr 165 v.u.Z. die Griechen uns von unserem Glauben abbringen wollten, kämpfte Maccabeus und seine Leute gegen an. Trotzdem sie in geringerer Zahl waren besiegten sie die Feinde. Als sie den profanierten Tempel ordneten und reinigten, musste auch das heilige Licht, das ständig brennen soll, neu gezündet werden. Nur das Öl würde eigentlich nur für einen Tag reichen. Sie beeilten sich und da geschah das Wunder: das Licht brannte 8 Tage, bis das neue Öl fertig war. Das ist auch der Grund warum 8 Kerzen gezündet werden. Der Kerzenhalter heißt Chanukia und hat 9 Arme, einer ist etwas höher, oder abseits und heißt Shamash, an den die anderen Kerzen gezündet werden.

         Die Chanuka Kerzen zünden ist ein heiliges Gebot G'ttes, es ähnelt sich mit dem Gebot dass uns vorschreibt eine Mezuzá anzubringen und in der ein Röllchen ist auf den das Shema Israel steht; und das an der rechten Seite der Eingangstür des Hauses angebracht wird.

         Was haben aber diese beiden Gebote gemeinsam? Nach früherem Brauch mussten beide auf der Außenseite stehen oder angebracht werden. Da wir heute Kerzen benutzen steht die Chanukia im Haus. Heute gilt dieses Gebot hauptsächlich der Mezuzá, die an der Eingangstür angebracht wird.

         Weiter erklären unsere Weisen, dass so wie die Mezuzá dort angebracht wird zeigen soll, dass in diesem Haus eine jüdische Familie wohnt und dass sie von G'tt geschützt ist; so in Gegenwart sollen die Chanukiá Lichter nach außen scheinen um die Öffentlichkeit zu erleuchten.

         Dazu muss gesagt werden, dass wir nicht immer einen Kerzenhalter und Kerzen benutzen. Es hat sogar eine gute Zeit gedauert bis unsere Weisen es erlaubt haben und sich damit abgefunden haben. Denn in früheren Zeiten wurden Öllampen benutzt so wie die von Aladin. Diese wurden dann vor die Haustür gestellt, auf der linken Seite.

         Heute versucht man den Kerzenhalter, wenn möglich an einem Fenster, neben der Eingangstür zu stellen damit das Licht von draußen gesehen werden kann. Wenn das nicht möglich ist, sollte es auf einem Tisch stehen und einen Ehrenplatz haben.

         Zu Chanuka darf keine Trauer oder Fasten stattfinden, es sind aber normale Arbeitstage. Auch wenn wir uns an der Feier der Kerzenzündung in der Synagoge beteiligen, müssen wir auch zu Hause unsere private Chanukia jeden Abend anzünden.

         Zu Shabat werden die Chanukiá Kerzen vor den Shabat Kerzen angezündet. Und an anderen Tagen nachdem der erste Stern am Himmel erschienen ist.*

 

         Die folgende Botschaft kommt von Rebitzin Sarah Steinmetz.

         "Die Lampe G'ttes ist die Seele eines Menschen" sagt uns die Torah. Die Chanuka Lichter haben uns was zu sagen, sie können uns eine Geschichte erzählen, wenn wir sie mit offenem Herzen betrachten. Sie können auch dazu beitragen damit wir ein sinnlicheres Leben führen. Wenn wir auch mal "unten ankommen" das Licht unserer Seele brennt immer, sowie der shamash. Genauso wie das Licht einer Kerze das immer nach oben strebt.

         Chanuka erinnert uns an unsere Verantwortung mehr Licht in unsere Umgebung zu bringen. Damit das Licht unserer Mittmenschen auch aufleuchten kann indem wir gute Taten vollbringen.

         So wie eine Kerze eine andere anzünden kann, ohne ihr eigenes Licht zu mindern, so werden auch wir größer wenn wir unsere Kenntnisse teilen, wenn wir den anderen ein gutes Wort, einen Lob aussprechen. Seien wir Licht und Segen für unsere Mitmenschen. Das Licht hat die Fähigkeit aus der größten Dunkelheit einen hellen Platz zu machen.

         Das Licht einer Kerze strebt immer nach oben, so sollte auch unser Leben immer zum Guten streben. **

Seien wir Licht und Segen für unsere Mitmenschen und der Welt das ganze Jahr, nicht nur zu den Chanuka Festen.

 

Chag Sameach Chanuka

* aus der Zeitschrift Morasha n° 70 – Dezember/2010

** per Mail aus Brasilien.

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