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Juden in der Welt – Brasilien 5. Teil

         Nach einer kleinen Pause und nach unseren großen Festen, die eine sehr harmonische und wunderbare Leitung hatten mit zwei Vorbetern aus Israel, beende ich die Serie über Brasilien.

Die jüdische Gemeinde in der Gemeinde der nicht Juden – Säo Paulo

Hospital Israelita Albert Einstein – Säo Paulo

         Unsere Reise führt uns heute weiter in der jüdischen Gemeinde in Brasilien. Dass viele Juden als Ärzte ausgebildet sind und waren, haben wir schon erfahren in den anderen Artikeln. Sie waren in Königshöfen und als Privatärzte im Vatikan beschäftigt. In Südafrika bedeuteten sie 25% der ärztlichen Fachleute.

         Es war auch ein Arzt der es idealisierte ein jüdisches Krankenhaus in Säo Paulo zu errichten. Der Urologe Manoel Tabacow Hidal (1919-1979) hatte einen Traum, ein Projekt das im Jahre 1950 begann und das mit Unterstützung der jüdischen Gemeinde, durch Spenden aller Arten, in Erfüllung ging. Immerhin wurde es erst in Juni 1971 eingeweiht. Es sollte ein Geschenkt für Brasilien sein, als Dank dafür, dass die jüdischen Einwanderer im Land aufgenommen wurden und ein neues Leben beginnen konnten.

         "Der Albert Einstein", wie es bekannt ist, ist eines der größten und bestausgestattetes medizinisches Unternehmen nicht nur in ganz Brasilien, sondern in ganz Südamerika in den Bereichen von Kardiologie, Neurologie, Onkologie, Orthopädie, Traumatologie u.a. Natürlich auch eine Entbindungsklinik wo Juden und nicht Juden zu Welt kommen. Es werden auch Ausbildungskurse und Post Graduation in diesen Bereichen geboten.

         Dazu muss noch gesagt werden, dass dort auch nicht-Juden behandelt werden und Leute die kein Geld haben, d.h. es ist auch ein Wohltatst Unternehmen in dem jeder, egal zu welchen Glauben, Rasse oder Hautfarbe er gehört, gleich behandelt wird.

         Die Direktion richtetet sich nach den jüdischen Vorschriften: mitzvá – gute Taten, refuá – Gesundheit, chinuch – Erziehung und tzedacá – Soziale Gerechtigkeit.

         Parallel haben sie ein Projekt "Programm Einstein in der Paraisópolis Gemeinde", (Paraisópolis ist eine große Favela in Säo Paulo, 40.000 Einwohner) in dem sie 10.000 arme bedürftige Kinder betreuen.

         Damit man sich ein Bild von dem Albert Einstein Hospital machen kann, es sind 70 tausend m² Baufläche, 16 Stockwerke, 200 Sprechzimmer, 20 OPs, in einen Pavillon der Vicky u. Josef Safra genannt wird nach einer großen Sponsoren Familie. Dazu kommen 1.500 Parkplätze.

         Zur Gründung und Einweihung des Unternehmens, schenkte Albert Einsteins Sohn, Hans Albert Einstein, einen Check und die Uhr seines Vaters, als Anerkennung.

UNIBES

         Ein anderes Beispiel von dem was wir Juden in Brasilien leisten, ist die UNIBES – Uniäo Brasileiro-Israelita do Bem-Estar Social (Brasilianische-Israelitische Wohltat-Gemeinde) das im Jahre 1976 gegründet wurde. Vordem gab es schon andere Wohltat Unternehmen, einige davon die schon im Jahre 1915 gegründet wurden. Diese Gruppen, von denen, viele von jüdischen Frauen geleitet wurden, hatten als Prinzip die Unterstützung der Neuankömmlinge aus Europa.

         In den späteren Jahren merke die Direktion dass auch die verschiedensten Gruppen der brasilianischen Bevölkerung bedürftig an Unterstützung waren. Das war der Anlass ihre Wohltat Tätigkeiten zu erweitern. Sie helfen, Kinder, Ältere, Kranke, Mütter, mit Beratung, finanziell oder mit Lebensmitteln.

         UNIBES ist auch bekannt durch ihre unzähligen Second Hand Läden, Kleidung, Schuhe, Accessoires, Bücher, Möbel, Elektr. Geräte, etc. Man kann dort praktisch alles erhalten um ein ganzes Haus auszustatten. Und den Kleiderschrank auch. Gute Marken, gute Ware, günstig im Preis.

         Aber UNIBES bedeutet noch viel mehr. Sie haben Ausbildungsschulen, ein Orchestra, sie haben ein Projekt für Jugendliche ab 16 Jahre idem diese orientiert werden und Anleitung bekommen um eine Studium Karriere sicher entgegen zu gehen. Von einer Bürohilfe, oder Bedienung in Hotels, Kinos, oder Restaurants, Koch Gehilfe, bis zu Computer u. Web Designer Kurse, stehen denen zu Verfügung die in öffentlichen, staatlichen Schule immatrikuliert sind und regelmäßig auch zu schule gehen.

         UNIBES hat viele abkommen mit den verschiedensten städtische Sektoren der Stadt Säo Paulo, sowie private Unternehmen wie Accor Hotel Kette, Universität Säo Judas Tadeu, Hospital Israelita Albert Einstein, und private Sponsoren die immer die Jüdische Gemeinde unterstützen.

         Eine sehr wichtige Unterstützung sind bestimmt die Ehrenamtlichen beteiligten, es sind um die 200, sie arbeiten jeder in seiner Branche, Kenntnisse und Zeitverfügbarkeit damit kein einziger Zahn in diesen großen und bewundernswertes Zahnrad fehlen soll.

         Unzählig Anerkennungen – Prämien, wurden der UNIBES schon erteilt, Gemeinde Sport von Unicef, Menschenrechte Prämie, vom Justizministerium, Prämie Erfolgreiche Leistung, von Kanitz & Associados, u.a.

         Damit beende ich die Serie Brasilien.

Shalom

Quellen: Internet:
www.a.einstein.br
www.unibes.org.br und Zeitschrift Morasha´n° 72 /Juni 2011