קהילה קונסטנץ

SYNAGOGENGEMEINDE KONSTANZ

Schottenstraße 73

Mosaik

Shalom,
ich bin Chaya Petersen.

Historikerin und Therapeutin mit weiter Ausbildung in Seelensorge.
Wir werden uns ab heute jeder Woche treffen, Sie können von mir Chroniken,
Kurzgeschichten und Historische Daten über Judentum lesen.


Eine poetische Darstellung der Diaspora

                         Wenn wir das Volk Israel mit einem Baum vergleichen würden, könnte man sagen dass die Wurzeln unsere Patriarchen Avraham, Ytzak, Yaacov, und die Matriarchaten Sarah, Rebbeca, Rivka, und Lea sind. Der Stamm würde durch Moshé dargestellt, die Säule unseres Glaubens und der Vermittler der Heiligen Gebote und Gesetze. Die Äste, Blätter und Früchte wären das ganze allgemeine hebräische Volk.

                         Sehr gut, es geschah dass eines Tages der Herr der Welten, aus Spaß oder Zorn, dem Wind den Auftrag gab zu stürmen mit aller Gewalt. Er sollte alles was er vor sich fand in den 4 Ecken der Welt blasen. Auch die Äste des Baumes Israel haben sich gebogen, manche sind sogar gebrochen. Aber der Stamm blieb stabil stehen. Nur die Blätter und die Früchte, die ließen sich vom Winde verwehen und tanzen im wilden Jubel durch alle Gegenden. Sie lachten und freuten sich bis sie erschöpft zu Boden vielen. Aber der Wind das Himmlische Kind, ließ keine Ruhe. Er fegte die Blätter und Früchte wieder auf und sie flogen bewusst oder unbewusst wieder weiter.

                         Und die Früchte reiften trotz Sturm, Vögel konnten sich noch an ihre Süße erlaben. Auch sie wurden nicht geschont. Sie wurden getragen in höllischer Geschwindigkeit. Denn nach jeder Pause tobte der Wind von neuen.

                         Als der Herr der Welten sah das in der ganzen Welt Blätter und Früchte vom Baum Israel verteilt waren, lies Er den Wind ruhen. Der lachte zufrieden und legte sich zu Ruhe.

                         Und was ist mit dem Ur Baum geschehen? Der steht heute noch da. Neue Blätter sind ihm gewachsen und Früchte trägt er auch. Und die verwehten Samen? Ah! Die haben sich zahllos vermehrt, sind Bäume geworden und reich mit Früchten beladen.

                         Aber was für Früchte sind das denn? Die so süß sind, und die Bäume die so stabil sind? Welcher war eigentlich der Grund um eine so Weltweite Verteilung? Und für was?

                         Hier fängt unsere Geschichte an. Würde Eretz Israel das einzige Ziel für das Jüdische Volk sein? Ich habe da eine andere Ansicht, vielleicht eine Poetische Ansicht, G'tt als Kosmische Macht und Kraft, Der die Welt und alles, alles lebende Wesen jedes in seiner Art geschaffen hat. Würde er irgendwas dem Zufall überlassen? Ich glaube nicht. Wir würden ungerecht und schlecht informiert wenn wir Seine Perfektion übersehen würden.

                         Als Er Moshé Seine Gesetze übergab mit der Aufgabe sie weiter zu übermitteln, hatte Er schon einen Universalen Plan.

                         Lasst uns mal sehen was Rabbiner Alexander Safran über die Schöpfung sagt. " Die Aufgabe Israels besteht darin alle Völker und alle Wesen aufzuklären. Das war das Ziel des Herrn für die Welt und der Grund den Menschen überhaupt zu schaffen. (..) Ihr seid meine Zeugen sagt der Herr…(…) G'tt zeigte sich Israel, damit Israel Ihn der Welt übertragen konnte."

                         Was stärkt einen Menschen fürs Leben? Und die Ergänzung einer großen Tat? Das Nichtstun, ein leichtes Leben ohne Verantwortung oder die Bestimmung, die Arbeit und ein ideal?

                         Unser Volk wurde und wird verfolgt, gedemütigt, hat Frustrationen erlitten aller Art und trotzdem waren wir immer Sieger. Weil G'tt immer bei uns war, und wir zu Ihm hielten und halten. Auch wenn es schien das Er abwesend war. Auch Er braucht Zeit um alles zu prüfen und beobachten. Er schläft nicht und ruht nicht.

                         Die Tradition der Jüdischen Feiertage erinnern und daran was wir gelitten haben und alle diese Ereignisse sollen nicht vergessen werden. Sie sollen ein ständiges Andenken sein.

                         Trotzdem mit der Zeit und durch die Quantum Physik könnte ein neues Licht auf unseres Dasein scheinen. Es ist vielleicht G'ttes Willen dass seine Kinder in der Welt verteilt wurden. Nicht zu leiden, sondern um den einzigen G'tt zu ehren und verteidigen. Könnte das nicht G'ttes Willen sein? Wenn Er uns aus so stabilem Material gemacht hat und wir alles überwunden haben, sollten wir anstatt es zu verfluchen nicht danken und die Diaspora als eine große Aufgabe entgegen sehen?

                         Könnte es nicht sein dass es an die Zeit ist uns zu bestätigen, Respekt und Anerkennung verlangen? Verleugnungen und Beschuldigungen zurückweisen? Wenn alle auf einmal zurück nach Israel auswandern, wer wird den wahren G'tt dem Völkern übermitteln?

                         Als Er uns diese Aufgabe übergab, glaubte und wusste Er dass wir fähig sind dafür.

                         Nur wir, genau wie unsere Vorfahren in der Wüste sahen nur das negative. Anstatt unsere Kenntnisse über Ihn in der neuen Welt zu verteilen, haben wir die Bräuche und Gewohnheiten fremder Völker übernommen, ihre Götzen geehrt. Asen was wir nicht essen sollten, wir machten was wir nicht machen sollten. Wir wurden dem Herrn ungehorsam. Sind wir noch ein einiges Volk? Bestimmt, das nimmt aber nicht unsere Verantwortung zur einer individuellen Tat. Safran sagt dazu: "Die Verantwortung die er (Israel) übernimmt ist persönlich, exklusiv und sofortig. (…) Wenn sie auch in eine alten Langjährigen allgemeines Abkommen zwischen G'tt und Israel besteht. So wird der alte Bund erneuert, freiwillig. Dieser Bund, der ‚Brit' ist die Torah und seine Klauseln sind die Mitzvot."

    Das ist unsere Aufgabe der Welt und G'tt gegenüber. Shalom.