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Mosaik

Shalom,
ich bin Chaya Petersen.

Historikerin und Therapeutin mit weiter Ausbildung in Seelensorge.
Wir werden uns ab heute jeder Woche treffen, Sie können von mir Chroniken,
Kurzgeschichten und Historische Daten über Judentum lesen.


Der Glauben und das Essen im Judentum 19.12.14

By Chaya Petersen

      Die Richtlinien für unseren Glauben sind die Gebote die G'tt Moses am Sinai übertragen hat. Ich werde von dem Standpunkt berichten wie die originalen Vorschriften sind, und zeigen wie es im Grunde, mit Disziplin zu tun hat und heute noch aktuell ist.

      Diese Vorschriften, Gebote und Verbote beruhen auf dem traditionellen Judentum, d.h. sie sind die Grundrichtlinien. Später mit den verschiedenen Abzweigungen wurden diese mehr oder weniger geändert, oder gar abgeschafft als unnötig, oder überholt. Aber was das Judentum durch alle diese tausende Jahre erhalten hat ist die Treue zu diesen Vorschriften.

      Sie werden feststellen können, ich wiederhole es immer wieder, dass die jüdischen Gebote ein Wegweiser fürs Leben sind und dass eine meiner Absichten ist, zu zeigen, im Psychologischen Bereich, was diese Vorschriften bedeuten können, nicht nur für einen Juden sondern auch für die ganze Menschheit. Das ist was die ganze Sache so fantastisch macht, dass vor 5 Tausend Jahren, fast 6 Tausend Jahre, denn wir feiern dieses Jahr in unserem jüdischen Kalender das Jahr 5775. Wenn man bedenkt dass diese Macht die alles wusste und im Voraus sehen konnte was der Mensch heute braucht.

      Man sollte sich tatsächlich jeden Tag daran erinnern. Dafür ist aber Disziplin nötig. Viele Geistlich sind der Meinung dass die Ersten Schriften, (unsere Torah), eine Psychologische Abhandlung ist fürs Leben und dass die Antworten für unsere Fragen dort gefunden werden können.

      Heute möchte ich über unser Essen (Cashrut) etwas kommentieren. Viele glauben dass wir anders essen wegen Gesundheitsgründen. Aber es ist nicht der einzige Grund, natürlich wenn man gesund isst, kann man auch gesünder leben. Dies betrifft aber nicht nur was man isst sondern wie man es isst. Mindestens wenn wir uns nach dem richten was unsere Rabbiner und Gelehrte uns sagen.

      Eines der bekanntesten Verbote ist dass wir kein Schweinefleisch essen dürfen. Woher kommt diese Ansicht, kommt es daher dass früher die Schweine Krankheiten übertragen konnten? Im Prinzip – nein – einige sagen dass es das Tier war dass die Germanen als heilig vergötterten, andere sagen es wurde uns durch Moses als G'ttes Gebot vorgeschrieben, und so folgen wir es.

      Wir sollen auch kein Fleisch zusammen mit Milch kochen. Das heißt der Stroganoff muss ohne Sahne zubereitet werden, warum? Weil wir uns nach den drei Biblischen Sätzen richten indenen es heißt " Du sollst nicht das Lämmchen in der Milch seiner Mutter kochen". (Ex. 23, 19; 34, 26 und Deut. 14,21).

      Vieles findet keine Erklärung, wir folgen es aber, weil nach unseren Glauben, G'tt es so empfohlen hat.

      Aber Maimônides (Philosoph und Arzt, zwischen 1135 und 1138 in Cordoba, Spanien, geboren und 1204 in Israel gestorben) sagt dass eines der Gründe sei um unseren Appetit zu zügeln. So wie in viele Richtungen des Judentums, eine Sache der Disziplin ist. Und das Essen und Trinken nicht als das wichtigste im Leben zu betrachten. Eine Meinung.

      Und die Rabbiner gehen noch weiter, sie sagen – " wenn wir nicht gemeinsam essen dann verkehren wir auch nicht mit nicht Juden, was wiederum vermeidet dass unsere Kinder Mischehen eingehen.

      Und in dieser Richtung sind wir keine Ausnahme, denn Reiche Leute verkehren und heiraten auch nur unter sich. Auch Musiker/in werden einen Partner suchen der ihres gleichen ist oder mindestens großes Interesse hat für Musik, um ihren Lebensstil zu verstehen und folgen.

      Eine andere Ansicht ist, von den früheren Rabbiner das es uns trennt von anderen Völkern, und dass diese Trennung das Geheimnis unseres Überleben ist. Das abwärts sein kommt von dem Hebräischen "Kedushá" ein Word das von cadosh kommt, und das getrennt bedeutet.

      Ein andere Grund laut unsere Rabbiner ist das kosher Essen uns hilft die Geistlichkeit, die Spiritualität zu entwickeln. Was nach meine Meinung sehr angebracht ist, denn essen ist wichtig, aber nicht im Übermaß und auch nicht der einzige Sinn des Lebens sein sollte.

      Die meisten Menschen haben es vergessen, sich gemütlich an einen Tisch zu setzen und ein richtiges Mal einzunehmen. (Schon kleine Kinder müssen sich mit einem Bretzel zufrieden geben.) Sie kauen hastig eine Bretzel, oder ein Sandwich, schauen währenddessen auf ihr Handy, und laufen hastig zu ihrer Arbeitsstelle!

      Wissenschaftlich ist es schon bewiesen worden, dass man sich auf das konzentrieren soll was man macht, aber man kann auch nur eine Sache gut machen, zur Zeit. Das heißt, wenn man isst sollte man sich damit befassen, und sinnlich dabei seien. In einem ruhen Zustand, nimmt der Körper besser die wichtigen Substanzen auf die wiederum für die Gesundheit nötig sind.

      Auch was wir trinken ist wichtig. Weine und Trauben Saft sollen kosher sein. Andere Säfte und Alkoholische Getränke sind parveh, d.h. neutral und erlaubt. Das Beste ist Wasser. Woher kommt das Wasser? Aus dem Boden, aus einer Quelle. Hat der Mensch diese Quelle geschaffen? Nein, der Allmächtige Schöpfer gab sie uns als Gabe. So, ein Glass Wasser trinken verlangt einen Segen.

      Eine andere Ansicht ist dass wir Juden gelernt haben das Essen nicht als eine banale Routine ausführen. Deswegen sehen wir unseren Tisch als einen Altar.

 

      Aber wenn man weiter blickt, besonders die Kurse von Chabad, die eine Studienlinie haben, mit sehr viel Aufklärung, kommen wir auf einen anderen Grund. Die Besinnung, der Bedeutung was Essen als Materielles sowie essen als Aktivität ist. Der Tisch soll als ein Altar gesehen werden, das Essen als Gabe, ein Segen G'ttes. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir jeden Tag einen gedeckten Tisch haben. Nach unserem Glauben, haben wir G'tt zu danken. Das ist auch der Grund dass für jedes Lebensmittel ein eigener Segen gesprochen wird. Mit diesem Segen danken wir nicht nur dass es uns ermöglicht ist zu speisen, sondern wir danken alle die mit diesem Essen verbunden sind. Der es gepflanzt hat, der es geerntet hat, und alle Vorgänge die damit verstrickt sind. Das Essen sollte in Ruhe gemacht werden, ohne Fernsehnachrichten, oder ohne über Mord u. Totschlag zu sprechen. Da kommen wir zu einem tieferen Punkt, eben was das Judentum bedeutend macht. Das Bewusste und sinnvolle Leben und Benehmen.

      Auch in Levitikus lesen wir welche Tiere wir essen dürfen und welche nicht. Aber es geht nicht nur um die Tiere und Fische. Fleisch und Milch werden auch nicht zusammen gekocht oder gegessen. Wenn man Fleisch isst muss man mindestens 6 Stunden warten bis man was "milchiges" essen kann und umgekehrt.

Die Vorschreibungen beziehen sich auf:

  • Fleisch, Geflügel und Fische
  • Die Mischung von Fleischig und Milchig
  • Wein und Produkte de vom Traubensaft entstehen und
  • Was dem Pessah Essen anbetrifft.

      Das heißt wir sollen nicht nur an G'tt denken zu großen Feiertagen, am Shabat, oder wenn wir beten, wir sollen in der Nähe G'ttes sein bei unsere täglichen "Brot Einnahme", d.h. zu unseren Mahlzeiten.

 

   Shalom

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