קהילה קונסטנץ

SYNAGOGENGEMEINDE KONSTANZ

Schottenstraße 73

Tradition

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HaAsinu (27.09.2014)

Quelle und ©: Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland

Inhaltsangabe – Abschnitt für Abschnitt

1. Abschnitt (32:1 – 32:6)

HaAsinu haSchamajim waAdaberah wetischma haArez imrei-fi: – Merk auf, o Himmel, ich will reden! Die Erde höre meines Mundes Wort!

Moscheh beginnt sein Lied („Schirah“) dem Volk vorzutragen und ruft den Himmel und die Erde als Zeugen zu dem, was er sagen will, an.

2. Abschnitt (32:7 – 32:12)

Moscheh fordert erneut dazu auf, sich an den Werdegang der Nation und die Vorfahren, die den Bund mit G’tt geschlossen haben, zu erinnern. Die ältere Generation lehrt die jüngere und die jüngere gewinnt durch das Fragen der älteren Genration.

3. Abschnitt (32:13 – 32:18)

Ungeachtet des Schutzes und der Nahrung, welche G’tt dem Volk in der Wildnis gab, rebellierte es. Dies ist geschehen und wird wieder geschehen.

4. Abschnitt (32:19 – 32:29)

Moscheh erklärt, daß G’ttes Reaktion auf unser Ungehorsam „Hester Panim“, das Verhüllen von G’ttes „Angesicht“ ist. Mehrere Male wollte G’tt das Volk zerstören aber tat es nicht, um in den Nationen der Welt keinen Zweifel an den G’tt Jisraels aufkommen zu lassen.

5. Abschnitt (32:29 – 32:39)

Die Aufforderung an uns ist es, das obige in Erwägung und die Lehren aus G’ttes (und Moschehs) Worten zu ziehen. Obwohl das Volk vom rechten Pfad abkommt, wird G’tt es nicht fallen lassen.

6. Abschnitt (32:40 – 32:43)

Im abschließenden Teil des Liedes versichert Moscheh dem Volk G’ttes ewige Zuneigung und Sein Versprechen, das Volk Jisrael an all seinen Feinden zu ahnen.

7. Abschnitt (32:44 – 32:52) / Maftir (32:48 – 32:52)

Vor Jehoschua stehend, warnt Moscheh das Volk mit diesem Lied, die Torah zu befolgen. G’tt beordert Moscheh nun, auf den Berg Nevo im Arawim-Gebirge zu steigen, von wo aus er Erez Jisrael sehen kann und wo er sterben wird.

Haftarah: Joel 2:15 – 2:27

„Tik’u Schofar beZion…“ – „Blast das Schofar (Posaune) in Zion (Jeruschalajim)…“. Versammelt das Volk und die Ältesten und fastet. Freue Dich, denn Er hat Großes getan, frohlocket, Ihr Kinder Zions, denn Er sorgt für euch. Und ihr werdet erkennen, daß Er in der Mitte des Volkes Jisrael ist und ER euer G’tt ist – niemand sonst.

Psalm 71 – Gottes Wege

Den Abschiedsgesang von Mosche Rabbenu bezeichnet Rabbiner Hertz als ein lyrisches Lehrgedicht: „Mosche versetzt sich im Geist in eine lange nach seinem Tod liegende Zeit; er gibt von dort aus einen Rückblick auf Israels Geschichte und entwickelt die aus dieser Geschichte gewonnenen Lehren. Dabei gelangt er zu einer Rechtfertigung der Wege Gottes in seiner Beziehung zu Israel.“

Im zugeordneten Psalm 71 ist ebenfalls von der göttlichen Waltung die Rede. Der Psalmist erwähnt mehrfach (Verse 2,15,16,19 und 24) Gottes Gerechtigkeit (hebr.: Zedaka). Rabbiner Hirsch erklärt: „Zedaka ist die im Recht sich bewährende Liebe, die Liebesgerechtigkeit, die sich vor allem darin betätigt, dass, wenn ein Mensch nach dem Diktat des strengen Rechts den Untergang verdient hätte, Gott ihm durch Leidensverhängnisse zu einer solchen geistig sittlichen Neubildung verhilft, dass damit seine Vergangenheit gesühnt wird.“

Im Wochenabschnitt heißt es: „Sehet jetzt, dass Ich, Ich es bin, und kein Gott nebenher; ich töte und belebe, verwunde, und ich heile und niemand rettet aus meiner Hand“ (Dewarim 32,39). Das folgende Bekenntnis des Psalmisten sieht aus wie eine Illustration des zitierten Verses: „Der Du mich viele und böse Nöte hast erfahren lassen, Du belebst mich wieder, und aus der Erde wogenden Tiefen führst du mich wieder hinauf“ (Vers 20).

Es gibt einen weiteren Berührungspunkt zwischen dem Wochenabschnitt Haasinu und Psalm 71. In der Tora steht: „Gedenket der Tage der Urzeit, erwäget die Jahre vergangener Geschlechter, frage deinen Vater, dass er dir künde, deine Alten, dass sie dir ansagen“(Dewarim 32,7). Der Psalmist bittet um ein langes Leben, um den Nachgeborenen von Gottes Wegen erzählen zu können: „Und auch bis zum Alter und Greisenalter willst, Gott, Du mich nicht verlassen, bis ich Deinen Arm den Zeitgenossen verkündet, allen Kommenden Deine Allmacht“ (Vers 18).

Псалом  71 – Пути   Божьи

Раввин Герц называет  прощальную    песнь Моше Рабену  лирическим учебным стихотворением:
«Моше  духовно перемещается в далёкое будущее время и оттуда ретроспективно анализирует историю народа Израеля и на этой основе делает соответствующие выводы  об  оправдании путей Господних в Его отношениях с Израелем».

В приуроченном псалме  71 речь также идёт о Божьей власти. Псалмопевец многократно (строфы 2, 15, 16, 19 и 24). вспоминает о справедливости  (на иврите:  Цедака)  Бога.   Раввин Гирш поясняет:  «Цедака – есть право, проявляющееся в любви. Это – справедливость любви, которая, прежде всего, проявляется в том, что,  когда человек в соответствии с диктатом строгого права заслуживает гибели, Бог через страдания способствует  его духовному возрождению и полному искуплению его прошлого».

В недельной главе написано:

«Смотрите же ныне, что Я это  Я, и нет Бога, кроме  Меня. Я умерщвлю и Я оживлю,  Я  поразил, и Я  исцелю. И никто от руки Моей не избавляет»  (Дварим 32, 39). Следующее признание псалмопевца  выглядит как иллюстрация к  процитированной строфе Торы:  «Ты, который показал мне беды многие и злые,   оживи меня снова, из бездн  земли опять выведи меня»  (Тегилим 71, 20).

Имеется ещё одна точка соприкосновения между главой Хаазину и псалмом  71.   В Торе написано:   «Вспомни дни древности, помыслы о годах  всех поколений. Спроси отца твоего, и он расскажет  тебе, старцев твоих, и они скажут  тебе»  (Дварим 32, 7). Псалмопевец просит о долгой жизни, чтобы рассказать новым поколениям  о путях Господних:

«И  до старости, до седины не оставляй меня,   Всесильный, доколе не возвещу  (силы) мышцы Твоей  поколению (этому),  грядущим всем – могущества Твоего» (строфа 18).